Schnell-Login für medizinisches Personal via Single Sign-On

Innert zehn Tage, verteilt über sechs Monate, führte das Kantonsspital Winterthur Single Sign-On (SSO) und Fast User Switching (FUS) ein. Dank umfassender Vorinformation des Personals traf das Projekt von Anfang an auf hohe Akzeptanz, der Schnell-Login via Badge-Karte wurde begeistert aufgenommen. 

Auftrag und Zielsetzung des Projektes

Das Kantonsspital Winterthur beschäftigt rund 3’700 Mitarbeitende. Etwa die Hälfte von ihnen benötigt in der täglichen Arbeit in den Abteilungen Zugriff auf sogenannte Stations-PCs. Bis anhin musste sich das medizinische Personal jeweils pro Gerät in den Applikationen an- und abmelden, bevor der Zugriff auf ein weiteres Gerät in einer anderen Abteilung möglich wurde. Ein umständliches, zeitraubendes Prozedere. Daher entschied sich das Spital für eine sogenannte Single Sign-On Lösung (SSO). Diese erlaubt bei gleich hoher Sicherheit den Anmeldeprozess zu vereinfachen und zu beschleunigen. Hierfür wird ein Lesegerät am PC angebracht, einem Kreditkartenleser ähnlich, das mit einer dafür entwickelten Software zentral gesteuert und aktualisiert wird. Der eigentliche Login geschieht durch die Eingabe eines persönlichen Passwortes des Users bei Arbeitsbeginn, anschliessend genügt das Auflegen einer persönlichen Badge-Karte beim jeweiligen Lesegerät am Stations-PC.

IPG Expertenstimme

Der Rollout in der Notfallabteilung war auch für uns eine neue Erfahrung. Das Personal arbeitet hier in vier Schichten rund um die Uhr, die Geräte müssen funktionieren. Wir haben die Lesegeräte unter Hochdruck installiert, anschließend in vier Runden die Mitarbeitenden geschult, und wenn nötig, Korrekturen vorgenommen. Dank einem eingespielten Team auf unserer Seite und der vorausschauenden Planungsarbeit seitens Auftraggeber verlief alles plangemäß.

Claudio Fuchs ProjektleiterIPG AG

Projektherausforderungen

Die Einführung von IT-Anwendungen ist anspruchsvoll, besonders dann, wenn diese während des operativen Betriebs erfolgen soll. Eine gründliche Vorbereitung und exakte Planung hatten die Grundlage dafür geschaffen.

Vorgehen und Methodik

Vor dem Projektstart hatte der Auftraggeber eine ausführliche Analyse erstellt und festgehalten, welche PC-Geräte für die Umstellung auf SSO zu berücksichtigen waren. Zeitgleich wurden die Mitarbeitenden über das Prinzip einer virtuellen Desktop-Umgebung informiert, die den Zugriff auf sämtliche Daten, unabhängig vom Gerät erlaubt, und in der Nutzung ihres persönlichen UserAccounts geschult. Eine Investition, die sich lohnte. Im August 2016 startete in zwei Abteilung der Proof-of-Concept (PoC). Zwei Mitarbeiter der IPG AG installierten bei den zuvor ausgewählten Geräten das Lesegerät, während ein weiterer Koordinator für technische Fragen zur Verfügung stand. Anschliessend wurden die Mitarbeitenden in der Handhabung vor Ort beraten und allfällige Probleme sofort behoben. Die breite Einführung startete nach Abschluss eines IT-Grossprojektes im Januar 2017 und wurde per März erfolgreich beendet.

Kundenstimme

Für uns als Spital ist es wichtig, die Mitarbeitenden in ihrer Arbeit für den Patienten bestmöglich zu unterstützen und sämtliche Anforderungen an die Datensicherheit zu erfüllen. Das Team der IPG AG hat uns dabei professionell unterstützt. Dies belegt auch die Begeisterung, mit welcher die Mitarbeitenden auf die Neueinführung reagierten. Die Präsenz des IPG-Teams vor Ort, das die Geräte nicht nur schnell installierte, sondern auch fortlaufend alle Fragen beantwortete, wurde sehr geschätzt.

Daniel Vontobel ProjektleiterKSW

Erreichte Ziele

  • Kurze Umsetzungszeit: Umrüstung von über 550 PC-Geräten und Aufschaltung von rund 2’500 Usern während 10 Tagen
  • Datensicherheit: Jede Person hat den Zugriff, die sie für die eigene Arbeit benötigt
  • Effizienz: Die Zentrale des Systems garantieren einen effektiven Zugriffsschutz und Aktualität
 

Über Kantonsspital Winterthur

Das Kantonsspital Winterthur (KSW) gehört zu den zehn grössten Spitälern der Schweiz und befindet sich im Herzen von Winterthur. Wir behandeln jährlich über 250’000 Patientinnen und Patienten – 27’000 davon stationär. Mit 3’700 Mitarbeitenden und 500 Betten stellt das KSW in der Region Winterthur die medizinische Grundversorgung sicher und erbringt zusätzlich Leistungen der spezialisierten Versorgung für die umliegenden Spitäler. Darüber hinaus erfüllt das KSW einen wichtigen und umfassenden Ausbildungsauftrag.

Claudio Fuchs, Dipl. Ing. FH - Informatikingenieur mit Nachdiplomstudium in Informationssicherheit, beschäftigt sich seit 2004 ausschliesslich mit Identity- und Accessmanagement (IAM). Er ist Mitglied der Geschäftsleitung der IPG Gruppe, welche über 100 Unternehmen zu ihren Kunden zählen darf. Für IPG verantwortet er die Märkte Österreich und Schweiz. Im Nebenamt ist Claudio Fuchs Hochschuldozent für Projekt- und Qualitätsmanagement an der Hochschule Rapperswil sowie Verwaltungsrat einer Schweizer Bank.

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