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NIS-2 - die Cybersecurity Evolution

Datum

09.04.2024

Dieser Beitrag wurde verfasst von:

Jan Behrens

Mit Siebenmeilenstiefeln in die Zukunft der IT-Sicherheit

KRITIS war gestern, NIS-2 ist heute! Die digitale Welt rast mit Lichtgeschwindigkeit voran und Cyberkriminelle schnüffeln wie hungrige Hyänen am Rande des Daten-Dschungels. Höchste Zeit also, unsere Systeme mit einem neuen Schutzschild zu versehen: NIS-2, dem Cybersecurity-Framework der nächsten Generation.

NIS-2: Alte Bekannte in neuem Gewand?

Auf den ersten Blick mag NIS-2 wie ein Déjà-vu für KRITIS-Verantwortliche wirken. Schließlich teilen beide Frameworks den Ehrgeiz, Unternehmen und Organisationen im Kampf gegen Cyberangriffe zu rüsten. Doch NIS-2 geht noch einen Schritt weiter und schnürt ein umfassenderes Sicherheitspaket.

KRITIS und NIS-2: Die Unterschiede im Detail

  • Branchenübergreifend: Während KRITIS sich auf bestimmte Sektoren wie Energie oder Verkehr fokussiert, ist NIS-2 für alle Unternehmen und Organisationen offen, die ihre digitale Festung stärken wollen.
  • Zero Trust: NIS-2 orientiert sich am Zero-Trust-Ansatz, der auf ständiger Verifikation und Kontrolle basiert. So wird jedem Eindringling der rote Teppich verwehrt.
  • Tiefergehende Anforderungen: NIS-2 geht in die Tiefe und definiert konkrete Maßnahmen für die Risikobewertung, Incident Response und Supply Chain Security.

NIS-2 im Praxistest: Den Equinox-Breach verhindern

Der Equinox-Breach von 2017 war ein Paradebeispiel für die fatalen Folgen unzureichender Cybersecurity. Hätte man NIS-2 bereits angewandt, wäre der Schaden womöglich verhindert worden.

  • Kontinuierliche Risikobewertung: NIS-2 hätte Schwachstellen im System proaktiv aufgedeckt und behoben, bevor Hacker sie ausnutzen konnten.
  • Zero Trust: Der strikte Zugangskontrollmechanismus von NIS-2 hätte den Angreifern den Zugriff auf sensible Daten verwehrt.
  • Incident Response: Dank der klar definierten Prozesse in NIS-2 wäre die Reaktion auf den Vorfall schneller und effektiver erfolgt.

Hauptvorzüge von NIS-2:

  • Verbesserte Sicherheit: NIS-2 minimiert das Risiko von Cyberangriffen und Datendiebstahl.
  • Resilienz: Unternehmen können sich schneller von IT-Zwischenfällen erholen.
  • Vertrauen: Kunden und Geschäftspartner profitieren von einem höheren Maß an Sicherheit.
  • Wettbewerbsvorteil: Unternehmen mit einem starken Cybersecurity-Profil punkten bei Kunden und Investoren.

Rechtliche Anforderungen von NIS-2:

  • EU-NIS-Richtlinie: Die Umsetzung von NIS-2 kann zur Erfüllung der EU-NIS-Richtlinie beitragen.
  • KRITIS-Verordnung: Unternehmen, die unter die KRITIS-Verordnung fallen, können NIS-2 nutzen, um die Anforderungen zu erfüllen.

Mit Identity and Access Management NIS-2 fit:

Auch wenn es nicht explizit in der Richtlinie erwähnt wird, ist Identity and Access Management (IAM) die unsichtbare Grundlage, die es Unternehmen ermöglicht, die Anforderungen der Richtlinie zu erfüllen.

Fazit

NIS-2 ist ein Meilenstein in der Entwicklung der Cybersecurity. Mit seinem umfassenden Ansatz und seinen klaren Vorgaben bietet es Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit, ihre IT-Sicherheit auf ein neues Level zu heben.

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Quellen:
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/KRITIS-und-regulierte-Unternehmen/Kritische-Infrastrukturen/KRITIS-aktuell/KRITIS-Meldungen/221227-veroeffentlichung-nis-2.html
https://www.nist.gov/cyberframework
https://www.ipg-group.com/blog

Disclaimer:
Dieser Blogpost dient lediglich der Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Für die Umsetzung von NIS-2 sollten Sie sich von einem Experten beraten lassen.
 

Autor

Jan Behrens
Business DevelopmentIPG Information Process Group GmbH DeutschlandKontakt